Am 30. September 2026 zeichnete die Stiftung Bildung erneut die innovativsten und nachhaltigsten Schüler*innen-, Azubifirmen und -genossenschaften (Schüfis) Deutschlands aus. Aus insgesamt 208 Bewerbungen wurden 25 Teams für die jährliche Förderpreisverleihung -youstartN nominiert. Die ausgewählten Schüler*innenfirmen kamen aus allen 16 Bundesländern und zeigten die große Vielfalt und Innovationskraft nachhaltigen Engagements an Schulen.
In der historischen Poolhalle des Hotel Oderberger in Berlin präsentierten die nominierten Teams ihre Ideen, Produkte und Projekte. Auf dem Marktplatz der Ideen kamen sie mit Gästen aus Politik, Bildung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ins Gespräch und zeigten, wie junge Menschen schon heute Verantwortung übernehmen und nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen von morgen entwickeln.
Eine unabhängige Expert*innenjury lernte alle 25 Projekte am Veranstaltungstag persönlich kennen, bewertete sie und entschied über die Vergabe der Förderpreise.
Durch das Programm führte die bekannte Moderatorin und Autorin Clarissa Corrêa da Silva. Für besondere Momente auf der Bühne sorgten die musikalischen Beiträge von YetundeY, begleitet von einer Deaf Performance von Laura Levita, sowie ein motivierender Impuls von Yusuf Alp Ay. Gemeinsam machten sie die Preisverleihung zu einem abwechslungsreichen Erlebnis und rückten die Ideen und Leistungen der jungen Gründer*innen in den Mittelpunkt.
Auch 2026 wurden insgesamt 12.000 Euro Preisgeld vergeben: Drei Schüler*innenfirmen erhielten den mit jeweils 3.000 Euro dotierten Förderpreis-youstartN. Zusätzlich wurde ein Publikumspreis in Höhe von 3.000 Euro verliehen.
Die ausgezeichnten Schüfis 2026 sind:
Die Jury-Preise:
- “Die Macher“ von einer Integrierte Gesamtschule aus Berlin. Die Schüfi entwickelt einen nachhaltigen Schokoriegel aus möglichst fair gehandelten Zutaten, dessen Verpackung mit literarischen Impulsen von May Ayim nachhaltigen Konsum und kulturelle Bildung miteinander verbindet.
- “VeLuDi” von einer Gesamtschule aus Hessen. Die Schüfi entwickelt eigene Brettspiele, die komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge spielerisch verständlich machen und wirtschaftliche Bildung mit Kreativität und strategischem Denken verbinden.
- “ReBrew” von einem Gymnasium aus Nordrhein-Westfalen. Die Schüfi stellt handgefertigte Naturseifen aus recyceltem Kaffeesatz her und verbindet damit Upcycling, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Körperpflege.
Der Publikumspreis:
- “Black dot company” von einem Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum aus Baden-Württemberg. Die Schüfi stellt nachhaltige Alltagsprodukte aus wiederverwendeten Materialien her und verbindet dabei Upcycling mit gelebter Mitbestimmung, Selbstständigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe.
Die Expert*innen-Jury 2026

© Rana Namli
Rana Namli ist Gründerin von „Spontane“ und verbindet Psychologie mit Wirtschaft. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Gründung und Gen Z. Aufgewachsen in zwölf Städten und drei Ländern, bringt sie starke interkulturelle Kompetenz und Anpassungsfähigkeit mit. Sie hilft Unternehmen dabei, die Denkweise ihrer Generation zu verstehen und setzt sich für die Stärkung junger Frauen ein. Rana gilt als Role Model und Stimme der Gen Z.

© Franziska Kuttler, studioblauregen
Saskia Niechzial ist erfolgreiche Bildungsinfluencerin und räumt auf: „Ich möchte Staub vom Schulsystem pusten, mehr Licht und mehr Vielfalt hineinlassen“. Als neurodivergente Grundschullehrkraft engagiert sie sich mit viel Herz für nachhaltige Bildungsansätze. Auf Kongressen, in Podcasts und als Autorin informiert die Vierfachmama hochempathisch über beziehungsorientierte Wege, Kinder und Jugendliche selbstwirksam durch den Schulalltag zu begleiten.

© SEEd, Joanna Haag
Joanna Haag leitet das Projekt SEEd und engagiert sich für innovative Bildungsformate rund um Nachhaltigkeit. „Wir wollen positive Veränderung anstoßen und eine Lücke im Bildungssystem schließen.“ Ihr Fokus liegt auf Zukunftskompetenzen und Teilhabe – zentrale Elemente der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Damit macht sie sich als Jurymitglied unverzichtbar.

© Fabian Ernstberger
Fabian Ernstberger ist Engagement total: Als youpan-Mitglied liegt seine Expertise in der Förderung politischer Jugendbeteiligung und in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Vor allem macht sich Fabian aber für Finanzbildung stark. Vertreten ist er in unterschiedlichsten Gremien auf Bundesebene, dazu gewähltes Mitglied der Deutschen UNESCO-Kommission und unverschämt sympathisch… 2026 endlich Teil unserer Fachjury!

© LAT, Larissa Zeichhardt
Larissa Zeichhardt ist Investorin, Aufsichtsrätin und führt gemeinsam mit ihrer Schwester das Berliner Unternehmen LAT. Ausgezeichnet mit dem „Next Generation Award“ für den Spagat zwischen Tradition und Fortschritt, beweisen die Geschwister, dass Frauen sich mehr zutrauen sollten. Larissa treibt als Expertin für Digitalisierung und Transformation auch KI-Lösungen voran und freut sich nun auf spannende und nachhaltige BNE-Konzepte bundesweiter Schüler*innen.

© Jana-Josephine Chowdhury
Jana-Josephine Chowdhury ist Founder von AlphaMint AI und AI Transformation Expert mit 16 Jahren Erfahrung im internationalen Banking. Sie berät Unternehmen bei der KI-Einführung, ist gefragte Speakerin und Investorin. Als Botschafterin der Stiftung Bildung ist sie überzeugt davon, dass ökonomische Selbstbestimmung im Klassenzimmer beginnt. Deshalb bringt die Investorin und zweifache Mutter Finanz- und KI-Bildung an Schulen.

© Andrea Fahmel
Munay Zamorano kauft mit 23 und frei von Vorkenntnissen eine Firma und arbeitet als Naturkosmetik-Großhändlerin. 5 Jahre später und um viele Erfahrungen reicher, hat sie alles verkauft und die Female Founder Academy gegründet. Ausgezeichnet mit dem „27 Talents Award“ für unternehmerische Leistung, arbeitet sie heute als Keynote-Speakerin sowie als Gründungsmentorin für Frauen und Startup-Teams.

© Erik Sczygiol
Erik Sczygiol setzt sich als Stellvertretender Generalsekretär der Bundesschüler*innenkonferenz dafür ein, dass junge Menschen mehr mitentscheiden können. Erik findet: Über Schüler*innen wird oft gesprochen, aber zu selten mit ihnen. Schule soll ein Ort sein, an dem junge Menschen gerne lernen, Ideen einbringen und die Zukunft aktiv mitgestalten können.





