#LobbyFürBildung | Bildungspolitik – mit Kindern und Jugendlichen

#LobbyFürBildung | Bildungspolitik – mit Kindern und Jugendlichen

Kampagne zur Bundestagswahl 2021

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Unser Kampagnenvideo #LobbyFürBildung

#LobbyFürBildung: Mehr Beteiligungsrechte für Kinder und Jugendliche

Jetzt mitmachen.

Mit eurer Unterstützung wird die Kampagne an Kraft gewinnen. Das könnt ihr tun: Die Petition unterschreiben und teilen, das Plakat herunterladen und aushängen, unseren Aktivitäten auf Social-Media folgen und über die Petition berichtet. Eure Stimme, ein klares Ja für mehr Beteiligungsrechte für Kinder und Jugendliche, damit sie in Zukunft Bildung aktiv mitgestalten dürfen. Vielen Dank!

Lobbyarbeit mit und für Kinder und Jugendliche

Als Stiftung Bildung machen wir uns seit unserer Gründung vor neun Jahren für die Interessen von Kindern und Jugendlichen sowie in der Bildung engagierten Menschen stark – und binden sie aktiv ein. Wir sprechen mit Politiker*innen, weisen sie auf Missstände hin, zeigen ihnen Lösungswege auf und formulieren konkrete Forderungen. Wir machen Lobbyarbeit mit dem Ziel, „Beste Bildung für alle“ zu ermöglichen. Unsere Bundestagswahlkampagnen, wie 2017 #Einstürzende­Schulbauten oder aktuell #LobbyFürBildung, gehören ebenso dazu.

Wir werden in den kommenden Wochen Lobbybriefe mit unseren Forderungen verschicken. Wir planen die Petition im Rahmen einer Mitmach-Aktion an die Politik zu überreichen, um noch einmal deutlich zu machen, dass junge Menschen von der Politik angehört werden wollen und müssen, sogar das Recht dazu haben. Zudem haben wir Fragen an die demokratischen Parteien im Bundestag geschickt, sogenannte Wahlprüfsteine. Die Antworten werden wir mit euch teilen, damit ihr wisst, welche Positionen sie zu Kinder- und Jugendbeteiligung in der Bildung beziehen. Wir werden darüber hinaus unsere Social-Media-Kanäle dafür nutzen, eure Ideen für bessere Bildung sichtbar zu machen und um Interessenvertretungen vorzustellen, die sich bereits für mehr Mitspracherechte engagieren.   

Wir sind überzeugt, dass wir alle gemeinsam als Zivilgesellschaft entscheidend dazu beitragen können, unser Bildungssystem zu verbessern. Das schließt junge Menschen mit ein. Unterstützt unsere Petition mit eurer Stimme. Damit die in Zukunft gehört wird!

Unsere Forderungen an die Politik

Was eigentlich schon lange klar war, hat die Pandemie noch einmal eindrücklich bewiesen: Kita-/Betreuungs- und Bildungspolitik wird über die Köpfe der Kinder und Jugendlichen hinweg und nicht mit ihnen gemacht. Deshalb fordern wir mehr Beteiligungsrechte für Kinder und Jugendliche, sowohl in den Kindergärten und Schulen als auch in der Bildungspolitik.

Die UN-Kinderrechtskonvention legt fest: Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Mitbestimmung. Ihre Meinung muss gehört und bei allen sie betreffenden Belangen auch berücksichtigt werden.

Wir finden: Dieses Recht wird ihnen zu oft verwehrt. Die oft sowieso schon lückenhaften Beteiligungsstrukturen von Schüler*innen waren zu Beginn der Pandemie die ersten, die de facto außer Kraft gesetzt wurden. Dabei sind Kinder und Jugendliche Expert*innen dafür, was es heißt zur Kita oder zur Schule zu gehen. Junge Menschen haben wichtiges Wissen und Ideen, um auch und gerade in Krisensituationen Lösungen für Herausforderungen zu finden. Wir fordern deshalb demokratisch organisierte Schulen und verbindliche Beteiligungsrechte für Schüler*innen.

Kinder sind Grundrechteträger*innen von Beginn an. Im deutschen Sozialgesetzbuch und in den Kita-Gesetzen der meisten Bundesländer ist ein Beteiligungsrecht für Kindergartenkinder festgelegt. Verbindliche Regelungen für die Mitsprache an Kitas gibt es aber noch zu selten. Dabei war es noch nie wichtiger, dass Kinder schon früh verstehen, was es bedeutet in einer Demokratie zu leben.

Wir fordern deshalb verbindliche, bundeseinheitliche Regelungen für die Beteiligung von Kindern in Kitas. Beim Mitmachen und Partizipieren lernen Kinder schon früh den Wert von Gemeinschaft und Zusammenhalt. Bei wichtigen Entscheidungen mitbestimmen zu dürfen ist für Kinder eine positive Erfahrung, die prägt.

Damit diese Vorgaben gut umgesetzt werden können, müssen alle Kitas eine solche Kultur der Beteiligung schaffen können. Dafür braucht es eine bessere finanzielle Ausstattung, mehr und qualifiziertes Fachpersonal sowie eine regelmäßige Evaluation der umgesetzten Beteiligungsstrukturen.

Obwohl Schulbildung in Deutschland föderal organisiert ist, finden zentrale Entscheidungen auf und in Absprache mit der Bundesebene statt. Die Kultusministerkonferenz (KMK), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) oder das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sind hierfür Beispiele. Deshalb müssen Schüler*innen, Eltern/Erziehungsberechtigte und Engagierte in Kindergärten und Schulen auch hier die Möglichkeit haben, sich in wichtige Debatten einzubringen und so Bildungspolitik auf Bundesebene mitzugestalten. Wir fordern deshalb die Einrichtung von Vertretungsstrukturen für das Bildungsengagement auf Bundesebene  konkret für die Bundesschülerkonferenz (BSK), die Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertagespflege und Kindertageseinrichtungen (BEVKi), den Bundeselternrat (BER) und den Bundesverband der Kita- und Schulfördervereine (BSFV).

Damit die Vertretungsstrukturen gut arbeiten können, braucht es vom Bund langfristig und stabil finanzierte Geschäftsstellen mit hauptamtlichen Mitarbeitenden. Für die Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit, Tagungen, Meinungsbildungsarbeit, Qualifizierung, Personal, Reisekosten und Sachmittel sind mindestens 1 Millionen Euro pro Vertretungsstruktur notwendig.

In einer gesunden Demokratie muss die Expertise der Zivilgesellschaft (also all derer Organisation von Menschen in unserer Gesellschaft, die jenseits von Markt, Staat und Privatsphäre stattfindet meist in Vereinen, Stiftungen oder Initiativen) bei großen gesellschaftlichen Fragen, wie die Anliegen von Kindergärten und Schulen, unbedingt miteinbezogen werden.

Die vier Bundesstrukturen von ehrenamtlich in der Bildung engagierten Menschen die Bundesschülerkonferenz (BSK), die Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertagespflege und Kindertageseinrichtungen (BEVKi), der Bundeselternrat (BER) und der Bundesverband der Kita- und Schulfördervereine (BSFV) und die Stiftung Bildung bündeln wichtiges Wissen und umfangreiche Erfahrungen. Wir fordern daher, dass die BSK, die BEVKi, der BER, der BSFV sowie die Stiftung Bildung als Vertreter*innen der Zivilgesellschaft in alle bildungspolitische Entscheidungsprozesse auf Bundesebene eingebunden werden.

Kinder- und Jugendbeteiligung wird politisch bislang nur selten eingesetzt auch, weil Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen bisher nur wenig beforscht worden sind.

Damit Kinder- und Jugendbeteiligung weiter ausgebaut werden kann, müssen noch einige ganz grundsätzliche Fragen geklärt werden: Wo können Kinder und Jugendliche in der Bildungspolitik schon jetzt mitsprechen? Wie werden (gewählte) Vertreter*innen unterstützt bzw. begleitet? Wer sind die Kinder und Jugendlichen, die derzeit engagiert mitsprechen und wie können wir dafür sorgen, dass diese junge Menschen möglichst auch die ganze Vielfalt der Gesellschaft abbilden?

Gute Beteiligung bedeutet zudem auch, dass Kinder und Jugendliche auch in der Forschung zu Bildungsmaßnahmen und -ideen berücksichtigt werden. Wir fordern, dass in allen Bundesberichten, die sich mit Bildung auseinandersetzen (also z.B. der Bundesfamilienbericht und der Bundesbildungsbericht), Kinder und Jugendliche miteingebunden werden. Wir sind davon überzeugt, dass Kinder und Jugendliche insbesondere bei Forschungsfragen zu Bildungsthemen und bei der Ausarbeitung von Empfehlungen für die Politik, die darauf aufbauen, ihre Meinungen und Gedanken einbringen können müssen.

Während der Corona-Pandemie ist einmal mehr deutlich geworden, welche Probleme durch die Unterfinanzierung des deutschen Bildungssystems in den letzten Jahrzenten entstanden ist. Bis heute gibt Deutschland nur rund 4,8% des Bruttoinlandsprodukts (BIP ist der Wert von all dem, was bundesweit im Laufe des Jahres hergestellt und verkauft wird) für Bildung aus. Das ist viel weniger als in vielen anderen Ländern, auch in Europa. Dabei hatte die Bundesregierung schon 2018 angekündigt, die Bildungsausgaben auf rund 9% des Bruttoinlandsprodukts anheben zu wollen. Es braucht dringend Gelder für gut ausgebildetes Personal, für digitale Infrastruktur und für die Sanierung von Kitas und Schulen bundesweit.

Bildung ist unsere wichtigste Zukunftsressource! Kinder und Jugendliche sind Expert*innen, wenn es um ihre Kitas, um ihre Schulen und das Lernen als solches geht. Bei der Entwicklung innovativer Bildungskonzepte für eine nachhaltige Zukunft für uns alle müssen sie daher dringend eingebunden werden. Eine chancengerechte Bildung für alle, die von allen mitgestaltet wird, führt dabei nicht nur zu einer höheren Qualität der Bildung, sondern stärkt auch die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Um beste Bildungschancen und eine gute Beteiligung für alle Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen, müssen die Ausgaben für Lernen, Lehren und Lernorte massiv gesteigert werden. Wir fordern eine Erhöhung der Bildungsausgaben auf mindestens 12% des BIPs.

Gute Bildung wählen

Hier die Broschüre/Auswertung der Wahlprüfsteine einbetten.

Ihre Ansprechpartnerinnen

Porträtfoto von Sarah Pöhlmann - Ansprechpartnerin Presse

Sarah Pöhlmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
sarah.poehlmann@stiftungbildung.org


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Christina Rothe
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
christina.rothe@stiftungbildung.org

Plakat #LobbyFürBildung

LobbyFürBildung_Plakat

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Weitere Informationen

Forderungen an die Politik (PDF-Datei)
Unsere Forderungen zusammengefasst

Unser Parteiencheck (PDF-Datei)
Wahlprüfsteine

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