Patenschaft von Kind zu Kind

Patenschaft von Kind zu Kind

Miteinander lernen, füreinander da sein

Tandempartner - Patenschaften
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Erreichte Kinder und Jugendliche
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Teilnehmende Kitas und Schulen

Wir fördern Kind zu Kind Patenschaften

Wie wirken Chancenpatenschaften? • Ergebnisse der Wirkungsevaluation des Programms für 2020

Zusammenhalt auf Abstand: Wirkungsevaluation des Programms Chancenpatenschaften für den Programmzeitraum 2020

Das Chancenpatenschaften-Programmjahr 2020 war wie kein anderes zuvor. Projekte, die von persönlichen Begegnungen leben, mussten aufgrund von pandemiebedingten Kita- und Schulschließungen vielfach in neue, digitale Formate übersetzt werden. Die Umstellungen bedeuteten für die im Programm engagierten Menschen und unser Team eine große Herausforderung – und dennoch konnten wir gemeinsam 2932 Patenschaften an 189 Bildungsstandorten bundesweit verwirklichen. Und die Ergebnisse einer Wirkungsanalyse aus 2020 zeigt erneut: Patenschaften wirken Chancenungerechtigkeit entgegen und schaffen Teilhabe – auch und ganz besonders in Krisenzeiten.

Das Chancenpatenschaften-Program der spendenfinanzierten Stiftung Bildung wurde von Beginn an jährlich auf seine Wirksamkeit geprüft. Um kontinuierlich die Qualität unserer Arbeit und Angebote zu verbessern, ist eine systematische und unabhängige Datenerhebung für uns als lernende Organisation zentral. Ganz besonders freuen wir uns daher über die Evaluationsergebnisse aus diesem so besonderen Jahr.

Aus Patenschaften werden Freund*innenschaften

92 befragte projektumsetzende Engagierte (99%) bestätigen das für uns Wichtigste: Unsere Chancenpatenschaften bedeuten für die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen viel Freude und Spaß. Die im Rahmen von Chancenpatenschaften angebotenen Projekte ermöglichen aber auch wichtige Teilhabe: 85 Prozent der Betreuungspersonen geben an, dass Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an Aktivitäten ermöglicht werden kann, zu denen sie sonst keinen Zugang hätten. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen sind als Ergebnis der Projektarbeit häufiger in Kontakt mit anderen und gehen respektvoller und wertschätzender miteinander um. Insgesamt wird mit Chancenpatenschaften ein Beitrag zur Verbesserung des Klimas für Toleranz und Vielfalt geleistet, Vorteile werden abgebaut und vermeintliche Unterschiede zwischen den Kindern und Jugendlichen zunehmend als Stärken wahrgenommen.

92% der Kinder und Jugendlichen würden wieder mitmachen

Ebenfalls zu Wort kamen 111 Kinder und Jugendliche, die Teil einer Chancenpatenschaft waren. Ihnen macht das Programm Lust auf Neues: Nahezu alle befragten Kinder und Jugendlichen möchten weiter gemeinsam mit anderen Neues ausprobieren und entdecken. Kinder und Jugendliche werden neugierig Menschen kennenzulernen, die andere Lebenserfahrungen machen und entdecken, dass es ihnen Freude macht sich für andere einzusetzen.

Die befragten Kinder und Jugendlichen geben ihrer Patenschaft im Durschschnitt die Schulnote 1,4. 92 Prozent von ihnen würden wieder am Programm teilnehmen.

Die Kernergebnisse:

  • Die im Rahmen von Chancenpatenschaften umgesetzten Projojekte ermöglichen Teilhabe, bereiten den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen Freude und fördern deren Wohlbefinden. Dies wiederum fördert ihre Unternehmungs- und Abenteuerlust.
  • Die Freude an Kommunikation und Anzahl der Kontakte nehmen im Zuge der Projektteilnahme zu. Dabei wachsen Vertrauen und Wertschätzung unter den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen.
  • Das Einfühlungsvermögen der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen nimmt zu. In der Folge wachsen Hilfsbereitschaft und Respekt; aggressives Verhalten geht zurück.
  • Chancenpatenschaften stärken das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen teilnehmender Kinder und Jugendlicher wie auch die Fähigkeit, mit Kritik umzugehen.
  • Die gemeinsam unternommenen Aktivitäten im Rahmen der Projekte befriedigen die Neugier und stärken die Teilhabe an der Gemeinschaft. Sie fördern das Verständnis für Unterschiede in Bezug auf Lebenssituationen und Orientierungen. Dadurch tragen sie zum Abbau von Vorurteilen und zur Wertschätzung von Vielfalt bei.
  • Konzentrationsfähigkeit und aktive Beteiligung am Unterricht nehmen zu. Dies führt zum Abbau von Störungen und zur Verbesserung der schulischen Leistungen unter teilnehmenden Kindern und Jugendlichen.
  • Besonders häufig werden Kinder und Jugendliche von Eltern mit nicht-akademischen Abschlüssen, mit Flucherfahrung oder Migrationshintergrund, die sozioökonomische Benachteiligung erfahren oder einen Sprachförder- bzw. Inklusionsbedarf haben erreicht. 50% der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen waren zwischen 7 und 12 Jahren.

/ Alle Ergebnisse zum Download: Wirkungsevaluation Chancenpatenschaften für den Programmzeitraum 2020

Viele Kinder und Jugendliche in Deutschland leben in Umständen, die den Start ins Leben erschweren. Das können Fluchterfahrungen sein, aber auch der soziale Hintergrund. Eine Patenschaft von Kind zu Kind hilft. Einige tausend gibt es schon – und seit der Corona-Krise sind diese Begegnungen noch wichtiger geworden.

Die spendenfinanzierte Stiftung Bildung initiiert daher jetzt vermehrt digital stattfindende Begegnungen für und mit Kindern und Jugendlichen. Eine solche Patenschaft sind Mira und Salome eingegangen. Sich austauschen, am Telefon gemeinsam Hausaufgaben machen, den neuen Alltag miteinander teilen – all das sind Aktivitäten, die über die Patenschaften ermöglicht werden können.

Lisa - Chancenpatenschaften

Lisa Schönherr ist Programmleitung der „Chancenpatenschaften“ in der Stiftung Bildung. In den letzten vier Jahren wurden 10.000 Patenschaften für 20.000 Kinder bundesweit durch die Stiftung Bildung mit dem Programm „Menschen stärken Menschen“ gestiftet. Das ist ein so großer Erfolg, dass das Programm für 2021 fortgeführt wird.

Patenschaft Kind zu Kind: Joel und Roya (c) ZDFtivi

Joel und Roya (c) ZDFtivi

Unterstützung füreinander auf Augenhöhe, das ist die Grundlage für die Patenschafts-Tandems. Das galt auch schon vor Corona-Zeiten. Die Idee zur Patenschaft durch die Stiftung Bildung zum Beispiel hatte Joel, als Roya an seine Schule kam. “Ich dachte, ich finde nie Freundinnen und Freunde”, blickt das Mädchen aus dem Iran zurück. Dann starteten die beiden eine Patenschaft von Kind zu Kind – wie bundesweit viele Kinder und Jugendliche: Sie unternehmen etwas, machen gemeinsam Hausaufgaben, lernen sich und die Lebenswelten des*r anderen kennen.

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Initiiert werden diese „Chancenpatenschaften“ im Rahmen des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Die Stiftung Bildung spricht dabei sowohl die Altersgruppe der Kinder als auch Jugendliche an. Als einzige von 23 Organisationen, die am Programm teilnehmen, erreicht sie das durch ihre besondere Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen. Über das Bundesprogramm hinaus möchte sie daher Patenschaften von Kind zu Kind mit Hilfe von Spenden ausbauen.

„Sie hilft mir in Deutsch, ich ihr in Mathe.“

Patenschaft Kind zu Kind: Richard und Pylyp (c) Regionale Schule Jarmen

Richard und Pylyp (c) Regionale Schule Jarmen

„Diese Hilfe unter Gleichaltrigen ist sehr niedrigschwellig“, so Hintze. Deutsch lernen – für viele Tandems steht das oben auf der Liste. Bei gemeinsamen Schularbeiten passiert es fast von selbst. Oder bei Hobbys. Richard und Pylyp etwa gehen zusammen angeln, und „oft besuchen wir uns zu Hause“. Dann spielen sie Computer oder Karten und gucken Fernsehen. Dabei lernen beide Seiten. Ein anderer Junge erzählt ganz ähnlich von seiner Patin: „Sie hilft mir in Deutsch, ich ihr in Mathe“.

Patenschaft Kind zu Kind: Gemeinsam als Gruppe

Patenschaft Kind zu Kind: Zhulvens Tanz-AG (c) Gustav-Langenscheidt Schule
Patenschaft Kind zu Kind: Zhulvens Tanz-AG (c) Gustav-Langenscheidt Schule

Ein Highlight für alle Patenschaften von Kind zu Kind sind Gruppenausflüge oder Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag in der Schule. Der Junge Zhulven kann so in Deutschland seiner Leidenschaft nachgehen und ist mit der Tanz-AG der Schule aufgetreten: „Es war, als würde an diesem Tag ein Traum wahr werden“. Das schweißt zusammen. „Wir alle sind weit mehr als Freundinnen und Freunde geworden“, schwärmt die Teilnehmerin einer anderen Arbeitsgemeinschaft.

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Mira erzählt von Ihrem Tandem gefördert von der Stiftung Bildung

Im Video erzählt Mira von ihrem „Tandem“ mit Salome und wie diese Patenschaft ihr hilft.

Kulturell „fast reibungslos“

Übungsmaterialien zum Deutschlernen (c) Bismarckschule Elmshorn

Lernmaterial (c) Bismarckschule Elmshorn

Auf andere Art begeistern kann Erzählen und Diskutieren zum Deutschlernen, sogar montags in der siebten Stunde. „Im Laufe der Monate meldeten sich immer mehr Schülerinnen und Schüler“, sagt Lehrerin Katja Förster. Gut klar kämen mit den kulturellen Unterschieden alle. Sogar bei Jungen und Mädchen gehe das „fast reibungslos“.

Ansteckend wirken die Patenschaften von Kind zu Kind nicht zuletzt in ihrem Umfeld. Freundeskreise vermischen sich, Eltern lernen sich kennen – etwa bei Schulfesten. Die sind zudem „eine besondere Anerkennung für die Kinder, die sich mit viel Engagement für das Miteinander einsetzen“, sagt eine Schulsozialarbeiterin.

Mit wenig Geld viel bewegen

Geld braucht es für die Patenschaft nicht viel. Doch schon eine Theaterkarte kostet. Für viele Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung ist das schwierig. „Jedes Paar bekommt daher finanzielle Mittel für solche Ausgaben“, sagt Katja Hintze, Vorsitzende der Stiftung Bildung. Damit sei Besonderes möglich, und „gerade das sind oft die besten Erlebnisse, die uns prägen“.

Erfolgsgeschichten

Laufend Neues zu Chancenpatenschaften finden Sie hier:

Spielraum für Patenschaften von Kind zu Kind

Kinder-Stadtführer (c) Grundschule Greif

Kinder-Stadtführer (c) Grundschule Greif

Ein größeres Budget erhalten die Kindergärten und Schulen. Damit finanzieren sie nicht nur Feste und Ausflüge für Patenschaften. Viele Kinder und Jugendlichen starten richtige Projekte wie einen Stadtführer für Mitschüler*innen mit Fluchterfahrung.

Durch das Patenschaftsbudget lässt sich so einiges bewegen. Und nicht zuletzt mit Hilfe von vielen Erwachsenen, die die Patenschaften von Kind zu Kind in ihrer Freizeit betreuen. „Neben den jungen Menschen sind sie unsere großen Heldinnen und Helden der Patenschaften“, sagt Hintze.

Weitere tolle Beispiele von Patinnen und Paten, die die spendenfinanzierte Stiftung Bildung unterstützt, finden Sie hier auf der Website des Landesverbandes der Kita- und Schulfördervereine Berlin-Brandenburg e.V. (lsfb).

Hintergrund zum Patenschaftsprogramm

Die Stiftung Bildung nimmt seit dem Start 2016 am Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“ teil und hat zunächst über 5.000 Patenschaften zwischen Kindern und Jugendlichen mit und ohne Fluchterfahrungen bundesweit gestiftet und unterstützt. 2018 wurde das Programm unter dem Motto „Chancenpatenschaften“ für junge Menschen mit unterschiedlichen Teilhabechancen ausgeweitet.

Hunderttausende Menschen sind derzeit auf der Flucht vor Krieg und Armut, viele von ihnen zieht es in die sicheren und wohlhabenden europäischen Länder. Die Herausforderungen für Regierungen und Bevölkerung sind gewaltig. Deutschland hat sich entschlossen, sie anzunehmen – und das ist hauptsächlich auf die enorme Hilfsbereitschaft von Bürgerinnen und Bürgern in Willkommensinitiativen, Nachbarschaften oder Vereinen zurückzuführen.

Ein Konzept zur Hilfe durch Fonds lesen Sie hier:
„Themenfonds Flüchtlinge & Willkommenskultur. Ihr Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft in Deutschland“ (PDF-Datei)

Die größte Chance, die unsere neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger haben, ist Bildung. Auf Kitas und Schulen kommt eine enorme Integrationsleistung zu, die ohne die Mitwirkung der Zivilgesellschaft nicht zu bewältigen ist. Die Stiftung Bildung ist hierbei Partnerin und leistet schnell und unbürokratisch Hilfe.

Logo des Chancenpatenschaftsprogramms der Stiftung BildungAn die bisherige Arbeit lasse sich dabei gut anknüpfen, sagt Stiftungsvorsitzende Hintze. Die Stiftung Bildung hat dazu in acht weiteren Bundesländern Teams aufgebaut. Allein 2018 konnten sie so über 2.200 Chancenpatenschaften an rund 70 Bildungsstandorten mit Kindern und Jugendlichen initiieren. Mit Hilfe von Spenden will sie das Programm über die staatliche Förderung hinaus ausweiten.

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Was fördert die Stiftung Bildung noch? Hier weiterlesen:

» Begeisternde Ideen

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Ihre Ansprechpartnerin

Porträtfoto von Katja Hintze - Ansprechpartnerin für Spenden

Katja Hintze
Vorstandsvorsitzende
Büro: +49 (0) 30 8096 2701
katja.hintze@stiftungbildung.org

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Stiftung Bildung, GLS Bank, DE43 4306 0967 1143 9289 01
BIC: GENODEM1GLS

Möchten Sie eine Spendenbescheinigung? Dann schicken Sie uns bitte Ihre Adresse an spenden@stiftungbildung.org.

Weitere Möglichkeiten

Denken Sie vielleicht an eine Testamentsspende oder die Einrichtung eines Treuhandfonds? Sie können der Stiftung Bildung auch Bußgeldauflagen zuwenden.

Sprechen Sie uns an! katja.hintze@stiftungbildung.org
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50 Euro im Monat:
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500 Euro:
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50.000 Euro:
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Die Stiftung Bildung ist für ihre Arbeit mit dem DZI-Spendensiegel ausgezeichnet. Mehr erfahren

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Evaluationen

Wirkungsevaluation des Programms Chancenpatenschaften. Ergebnisse für den Programmzeitraum 2020.
(PDF-Datei)

Wirkungsevaluation des Programms Chancenpatenschaften. Ergebnisse für den Programmzeitraum 2019.
(PDF-Datei)

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