„Langfristig soll die Schülerfirma wachsen, weitere nachhaltige Produkte entwickeln und als Vorbild für innovative Umweltbildung dienen. Besonders wichtig ist uns dabei, junge Menschen aktiv an Lösungen für Umweltprobleme zu beteiligen und ihnen Verantwortung zu übertragen.“
Wie kann aus Kunststoffabfall wieder etwas Neues und Wertvolles entstehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Schüler*innenfirma Fockes United Plastic Solutions. Seit November 2025 verbinden die Jugendlichen Recycling, moderne Technologie und nachhaltige Produktentwicklung. Mithilfe von 3D-Druck entwickeln und produzieren sie eigene Produkte aus recyceltem Kunststoff und setzen sich gleichzeitig mit den Folgen von Plastikverschmutzung und Klimawandel auseinander.
Die erste Produktreihe verbindet beides auf besondere Weise: Das Team fertigt Schlüsselanhänger mit Motiven von Tierarten, deren Lebensräume durch den Klimawandel bedroht sind. Ergänzt werden die Produkte durch selbst gestaltete Informationskarten, die über Klimawandel und Plastikverschmutzung informieren. So entstehen neue Produkte aus einem wiederverwendeten Rohstoff, welche die Jugendlichen zugleich nutzen, um auf ökologische Herausforderungen aufmerksam zu machen.
Auch hinter den Kulissen arbeitet Fockes United Plastic Solutions wie ein echtes Unternehmen. Die Schüler*innen führen Bewerbungsgespräche, übernehmen Leitungsfunktionen in Bereichen wie Technik, Marketing oder Finanzen und organisieren Produktion, Verkauf und Investitionen eigenständig. Gleichzeitig erwerben sie praktische Kenntnisse im Umgang mit 3D-Druckern und digitaler Modellierung und erfahren, wie sich technologische Innovation mit nachhaltigem Wirtschaften verbinden lässt.
Langfristig möchte das Team noch einen entscheidenden Schritt weitergehen und einen lokalen Recyclingkreislauf für 3D-Druck-Kunststoffe aufbauen. Plastikabfälle und Reste aus dem 3D-Druck sollen gesammelt, geschreddert und mithilfe eines Extruders zu neuem Filament verarbeitet werden. Perspektivisch könnten die eigenen Produkte so vollständig aus selbst recyceltem Kunststoff entstehen. Gleichzeitig möchte die Schüler*innenfirma mehr Jugendlichen den Zugang zu moderner Technologie ermöglichen und Wissen über Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Produktentwicklung vermitteln.
Mit der youstartN-Förderung der Stiftung Bildung möchte Fockes United Plastic Solutions die technischen Voraussetzungen dafür verbessern. Da bislang nur ein 3D-Drucker zur Verfügung steht und die vorhandenen Schul-iPads bei anspruchsvolleren Modellierungen an ihre Grenzen stoßen, sollen zusätzliche 3D-Drucker und leistungsfähige Laptops angeschafft werden. So können künftig mehrere Teams gleichzeitig eigene Ideen entwickeln, digital modellieren und produzieren und den Weg zu einem eigenen Kunststoffkreislauf weiter vorantreiben.
Foto & Video: Fockes United Plastic Solutions [Das selbst entworfenen Logo des Projekts sowie Jugendliche der Schüler*innenfirma bei der Projektvorstellung].

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