Kinder am Strand

Chancenpatenschaften ermöglichen „Piratentage“ am Strand

Volle Fa-a-ahrt, volle Fahrt voraus! Anker los, Segel hoch, in die Welt hinaus, volle Fa-a-ahrt voraus!

Auch wenn es keine Schiffsreise war, sondern nur eine kurze Busfahrt – mit einem Ohrwurm und vielen schönen Erinnerungen im Gepäck blicken die Jungen und Mädchen der Grundschule Glücksburg auf eine tolle Woche am Strand zurück. Die Chancenpatenschaften ermöglichten Kindern mit unterschiedlichen Teilhabechancen fünf kreative und aktionsreiche Tage bei warmem, sonnigem Wetter am Strand von Bockholmwik.

Fairness-Tomahawk für besonders kameradschaftliches Verhalten

Es wurde geschnitzt, gebohrt, gewickelt, geknotet, gemörsert, gematscht und phantasievoll mit allerlei Naturmaterialien gebastelt: Neben Grashalm-Pinseln zum Auftragen des feingemörserten Ziegelstein-Rouges und Eskimo-Muschel-Sonnenbrillen entstanden auch Mundharmonikas aus Ästen sowie neuartige Multifunktions-Werkzeuge  wie beispielsweise Brotmesser mit eingebauter Flöte. Außerdem können die Tandemkinder nun einen selbstgebauten Fairness-Tomahawk ihr Eigen nennen, der als „Wanderpokal“ für besonders kameradschaftliches, faires Verhalten verliehen wird.

Schnitzen am Strand
© Tilman Koeneke

Feuermachen und Bogenschießen

Die Schnitz“abfälle“ wurden eingesammelt, Trockenholz im Wald gesucht, und die Kinder bekamen eine Einführung, wie man mit Hilfe eines Zünderpilzes ein Feuer entfacht, über dem im Anschluss zur großen Freude aller hungrigen Mägen das Popcorn fleißig ploppte. Auch das am Abschlusstag über der Feuerstelle gebratene Eibrot war ein echter Genuss und fand begeisterte Abnehmer.

Ihr sportliches Geschick konnten Jungen und Mädchen jeden Tag beim Bogenschießen beweisen, genauso wie ihre – bewundernswerte – Ausdauer und Geduld, wenn es darum ging, mit Reusen und selbstgebastelten Angeln Krebse und kleine Fische zu erwischen, um sie in Wasserbehältern näher beobachten zu können. So viel Zeit, wie einige Kinder durchs Wasser gewatet sind, wäre es kein Wunder, wenn sie mit schrumpeligen Füßen oder gar Schwimmhäuten zwischen den Zehen nach Hause gekommen sind…

Seemansgarn spinnen

Drei Strandtage standen zudem im Zeichen der Piraten: Die Tandems haben eine kurze Bilderbuch-Einführung genutzt, um die Geschichte dann gemeinsam in Form einer (oder mehrerer) kleiner zunächst improvisierten Szenen weiter zu „spinnen“ und mit coolem, feurigem Gesang zu untermalen. Dabei traf „Käpt’n Schwarzbart“ auch schon mal auf eine ihre Handtasche schwingende Oma, die mit Enkelin und dem liebsten und sehr wertvollen Mitbewohner – einer Schildkröte wohlgemerkt – auf einem Kreuzfahrtschiff überfallen wurde und von der Wasserschutzpolizei gerettet werden musste. Der Kreativität der Kinder war wirklich keine Grenze gesetzt, die Auseinandersetzung mit dem Inhalt der Szene(n) aber zugleich sehr intensiv, da die Schauspielenden immer wieder darauf bedacht waren, dass die Geschichte „ja einigermaßen logisch“ und damit auch für die Zuschauer*innen bei der „Aufführung“ verständlich sein müsste.

Kinder am Strand
© Tilman Koeneke

Piratentheater mit Strand-Requisiten

Neben einem großen Koffer voller Tücher, einfacher Kostüme und kleiner Requisiten haben die Kinder auch Strandfunde zu solchen umfunktioniert und ihre Szenen damit ausstaffiert. So wurde beispielsweise aus einem kleinen Gummiball und einem Stück Draht eine Laterne oder aus trockenem Seegras eine aparte Piratenfrisur.

Tolle gemeinsame Aktionen, ausgelassene „Geschichtenspinnerei“ und das Glück, in einer aktiven Woche an der frischen Luft die pandemiebedingten Einschränkungen für ein paar Stunden vergessen zu dürfen – das alles schweißte die Tandems zusammen und wird allen Teilnehmer*innen in sehr guter Erinnerung bleiben. Um es mit dem Worten eines der Kinder zu sagen: „Das war die schönste Woche, die ich je erlebt habe.“

Eine kleine Anekdote zum Schmunzel-Schluss:

Nachdem ein Tandemkind auf der mittäglichen Busfahrt seinen Rucksack im Bus vergessen hatte – es sei dem Rucksack gegönnt, zusätzliche Runden zwischen Holnis und Flensburg gedreht zu haben – versuchte die Betreuerin das Busunternehmen telefonisch über dieses Malheur zu informieren. Daraufhin fragte das Kind: Warum telefonierst du? – Betreuerin: Weil dein Rucksack noch im Bus ist. – Kind: Aber das bringt doch nichts. Mein Rucksack hat doch gar kein Handy. 😉

Wir bedanken uns bei dem Erlebnispädagogen Tomahaxx, bei Ulla Bay Kronenberger und ihrer Theaterregie, bei Leon Mancilla und seinen Liedern und bei unseren Förderern von der Stiftung Bildung.


Mehr Berichte über Chancenpatenschaftsprojekte in Schleswig-Holstein finden Sie hier.


Chancenpatenschaften Zeichnung

Machen auch Sie mit bei den Chancenpatenschaften!

Wir fördern mit Chancenpatenschaften Projekte, im Rahmen derer Patenschaften zwischen Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Teilhabechancen, aber ungefähr gleichen Alters entstehen. Dabei sind die unterschiedlichsten Projektformate denkbar: Wir möchten Projekte Realität werden lassen, die genau dort ansetzen, wo die Bedarfe der Kinder und Jugendlichen vor Ort liegen.

Seit 2016 konnten wir, mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“, bereits über 11.000 Patenschaften initiieren – und möchten weiterhin jedes Jahr 3.000 Patenschaften fördern. Gemeinsam mit Ihnen, mit engagierten Menschen vor Ort, möchten wir Begegnungsräume schaffen und einen Beitrag zu einer chancengerechten Bildung leisten.

Sie haben auch eine Projektidee? Gern beraten und unterstützen wir Sie bei der Antragstellung.

Stiftung Bildung • Regionalteam Schleswig-Holstein
patenschaften-sh@stiftungbildung.org

    • Landschaft in Ostfriesland mit Wasserturm und Schiff auf einem Kanal

      Ostfriesische Kitakinder erforschen mit dem Programm Chancenpatenschaften ihre Heimat

      Seit dem Frühjahr 2022 beschäftigten sich die Kinder aus einer Kita in Friedeburg bei Wilhelmshaven mit dem Projektthema „Ostfriesland – meine Heimat“. Unterstützt wurden sie dabei mit einer Förderung aus dem Programm Chancenpatenschaften.

       


    • Baumprojekt - Chancenpatenschaften Dänischenhagen

      Bäume pflanzen macht kreativ

      Im Projekt LandverWALDung beschäftigten sich Jungen und Mädchen der Grundschule in Dänischenhagen – einer Gemeinde mit rund 3.800 Einwohnern – kreativ mit Aktivitäten rund um das Pflanzen von Bäumen. Das Projekt fand nachmittags in der Baum-AG im Anschluss an den Unterrichtstatt und wurde ermöglicht durch das Förderprogramm Chancenpatenschaften. Expert*innen aus Kunst und Wissenschaft begleiten die AG Bäume in ihrer wichtigen Bedeutung für unsere Umwelt, für unsere Gemeinschaft und für jeden einzelnen werden in dem Projekt „LandverWALDung – Kinder und Bäume erzählen“ auf möglichst vielfältige Weise aktiv von den Kindern wahrgenommen. In den AG-Treffen haben die Biologin und Kulturvermittlerin Dr. Johanna Pareigis, die Natur-Spielpädagogin Sylva Brit Jürgensen, der Illustrator Viktor Pareigis und die Schulleiterin Gesa Meißner mit den Tandems verschiedene Aktivitäten durchgeführt. Jedes Kind wird künstlerisch tätig Dazu gehörte Buchen suchen und Weiden schneiden, um mit Buchenästen Buchstaben und Runen zu legen, zu werfen, zu lesen und mit Weidenästen Holzkohle für das Schreiben von Runenschrift herzustellen. Aus Naturmaterialien und Zucker haben die Kinder Farben und aus frischen Ästen Pinsel hergestellt, um eigene Geschichten und Gedichte aufzuschreiben und mit gemalten Bildern zu illustrieren. Jedes Tandem hat seine Arbeitsergebnisse in selbst gebundenen Büchern gesammelt. Theaterübungen sorgen für kreativen Austausch Theaterszenen und Naturspiele halfen den Tandems miteinander in den kreativen Austausch zu kommen. Sie lernten Erzähltechniken kennen, die es ihnen ermöglichen, frei Geschichten zu erzählen. Mit einem Erzählstab standen die Tandems zunächst vor der Gruppe, später vor der Öffentlichkeit und erzählten gemeinsam frei die kennengelernten Geschichten über Bäume. Alle Jungen und Mädchen haben als gemeinsames Arbeitsergebnis ein DinA3-großes Buchenbuch „Bäume erzählen“ gestaltet, in dem alle Gedichte, Geschichten und Bilder gesammelt und der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Höhepunkt war die Abschlussveranstaltung, bei der die Baumpflanzungen mit fremden und eigenen Geschichten, Texten und Theaterszenen begleitet wurden. Zum Abschluss stellten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Baum nach. Tandemkinder übernehmen Verantwortung für Baumpflanzungen Die Tandems übernehmen in und nach unserem Projekt und der gemeinsamen Arbeit am Buchenbuch weiter Verantwortung für die bereits entstandenen Baumpflanzungen. Sie besuchen ihre Bäume auch zukünftig regelmäßig und prüfen das Wachsen und die Gesundheit der Bäume. Die Kinder zupfen Unkraut und gießen bei Trockenheit. Bei den Obstbäumen kümmern sich die Kinder um die Ernte und den Schnitt. – Machen auch Sie mit bei den Chancenpatenschaften! Wir fördern mit Chancenpatenschaften Projekte, im Rahmen derer Patenschaften zwischen Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Teilhabechancen, aber ungefähr gleichen Alters entstehen. Dabei sind die unterschiedlichsten Projektformate denkbar: Wir möchten Projekte Realität werden lassen, die genau dort ansetzen, wo die Bedarfe der Kinder und Jugendlichen vor Ort liegen. Die Chancenpatenschaften werden gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“. Sie haben auch eine Projektidee? Gern beraten und unterstützen wir Sie bei der Antragstellung. Stiftung Bildung • Regionalteam Schleswig-Holsteinpatenschaften-sh@stiftungbildung.org

       


    • Theaterprojekt in Flensburg

      Theaterprojekt fördert Kreativität und Achtsamkeit

      Die Jungen und Mädchen einer 4. Klasse in Flensburg haben ein Theaterstück aus einer selbst ausgedachten Geschichte entwickelt und auf die Bühne gebracht. Mehrere Kinder hatten bereits zu Beginn des Schuljahres mit dem Schreiben einer Geschichte begonnen. Diese Geschichte bot einige Szenen, die die Mädchen und Jungen mit der professionellen Hilfe einer Theaterpädagogin darstellerisch umsetzten. Die Schüler*innen sammelten in kleinen Übungen und Spielen mit ihren Tandempartner*innen erste Theatererfahrungen. Daran hatten alle sehr viel Freude und den großen Wunsch, diese einzelnen Szenen in einem Stück zu verbinden, um sie den Eltern und Familien zu präsentieren. Im Rahmen der Chancenpatenschaften inszenierten die Kinder dann mit Hilfe von Theaterpädagogin Beatrix Nierade das selbst geschriebene Stück: „Gestrandet im Weltall“. „Das Theaterspielen mit Beatrix hat allen Spaß gemacht“ Die Zuschauer waren begeistert von dem Ideenreichtum und Engagement der Kinder. Auch die jungen Autor*innen und Schauspieler*innen waren glücklich, wie der Bericht von Louisa zeigt: Rollenspiele helfen dabei, die Gefühle der anderen Kinder besser wahrzunehmen Die Möglichkeit, im Theaterspiel die eigenen Gefühle zu zeigen und die Bedeutung der Körpersprache kennenzulernen, half den Kindern, ihre Bedürfnisse besser formulieren zu können. Die Tandempartner*innen lernten durch das Theaterprojekt, auf die Körpersprache bei anderen Kindern zu achten und andere Kinder wahrzunehmen. Fotos: Inka Balzersen – Machen auch Sie mit bei den Chancenpatenschaften! Wir fördern mit Chancenpatenschaften Projekte, im Rahmen derer Patenschaften zwischen Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Teilhabechancen, aber ungefähr gleichen Alters entstehen. Dabei sind die unterschiedlichsten Projektformate denkbar: Wir möchten Projekte Realität werden lassen, die genau dort ansetzen, wo die Bedarfe der Kinder und Jugendlichen vor Ort liegen. Die Chancenpatenschaften werden gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“. Sie haben auch eine Projektidee? Gern beraten und unterstützen wir Sie bei der Antragstellung. Stiftung Bildung • Regionalteam Schleswig-Holsteinpatenschaften-sh@stiftungbildung.org

       


    • Kinder sitzen an Skaterrampe und bauen ein Board

      Skateboard-Projekt im Hort

      Finn Martens begleitete ein Skateboard-Projekt mit Tandemkindern an einem Kieler Hort. Unter seiner fachkundigen Leitung bauten die Kids ihre eigenen Boards zusammen und bemalten sie individuell. Im Tandem wurden dann gemeinsam die ersten Schritte auf den Boards geübt. Die Grundschüler*innen merkten im Laufe des Projekts, was sie sich zutrauen können, und waren begeistert. Das Skateboard-Projekt führten wir im Rahmen des Programms Chancenpatenschaften durch, das Patenschaften fördert zwischen gleichaltrigen Kindern mit unterschiedlichen Teilhabechancen. Am Anfang des Projekts lernen wir zunächst, wie die verschiedenen Einzelteile des Skateboards heißen. Wir besprechen die Funktion und die Benutzung der einzelnen Teile wie Achsen, Spacepads, Rollen, Kugellager, Deck und Griptape. Selber bauen schafft die erste Beziehung zum Board Die Tandemkinder gestalten ihre Decks nach ihren eigenen Vorstellungen mit wasserfesten Farben. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt und die Möglichkeiten grenzenlos. Es sind tolle und vollkommen unterschiedliche Boards dabei herausgekommen. Die Tandems haben dabei eine erste Beziehung zum „eigenen“ Skateboard geschaffen. Mit Hilfe bauen die Tandems ihre Skateboards Stück für Stück auf. Dafür nutzen sie ein Skateboard-Multitool sowie eine handesübliche Feile. Das Bauen und Schrauben hilft ihnen, das Board von Grund auf zu verstehen – von der ersten Rolle bis zum Abtrennen des Griptage-Randes am Schluss. Wir besprechen die Schoner und Schutzfunktionen und probieren die verschiedenen Größen aus. Die Kinder stellen sicher, dass sie einen Helm von zu Hause mitbringen. Die Tandems machen erste Schritte auf dem Außengelände auf den Boards. Tandems lernen, Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu gewinnen In der Ferienwoche ist es dann endlich so weit: Wir fahren jeden Tag mit dem Bus in die Skateparks an der Uni und in Gaarden. Die Tandems probieren aus, fahren zu weit herum und entdecken ungeahnte Talente. Sie werden von erfahrenen Skater*innen unterstützt und begleitet. Die Tandems lernen wieder aufzustehen, wenn sie gefallen sind, sich zu unterstützen und Sicherheit zu geben und Vertrauen in die eigenen motorischen Fähigkeiten zu gewinnen. Die Kinder sind begeistert und voller Elan und es gibt kaum ein anderes Gesprächsthema. Text und Fotos: Finn Martens – Machen auch Sie mit bei den Chancenpatenschaften! Wir fördern mit Chancenpatenschaften Projekte, im Rahmen derer Patenschaften zwischen Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Teilhabechancen, aber ungefähr gleichen Alters entstehen. Dabei sind die unterschiedlichsten Projektformate denkbar: Wir möchten Projekte Realität werden lassen, die genau dort ansetzen, wo die Bedarfe der Kinder und Jugendlichen vor Ort liegen. Die Chancenpatenschaften werden gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“. Sie haben auch eine Projektidee? Gern beraten und unterstützen wir Sie bei der Antragstellung. Stiftung Bildung • Regionalteam Schleswig-Holsteinpatenschaften-sh@stiftungbildung.org

       


    • Gruppenbild KidZCare mit Bruno Hönel

      Integration: Chancenpatenschaften erleichtern Jugendlichen den Einstieg in den Alltag

      Bundestagsabgeordneter besucht Mädchentreff im Lübecker Jugendkulturhaus Bruno Hönel, Bundestagsabgeordneter für Lübeck besuchte am Mittwoch das Kinder- und Jugendkulturhaus „Röhre“ in der Lübecker Innenstadt. Ziel des Termins war insbesondere der Austausch mit den Jugendlichen von „KidZCare“, die am Programm „Chancenpatenschaften“ der spendenfinanzierten Stiftung Bildung teilnehmen. Mit dabei waren auch Andreas Kessel aus dem Vorstand der Stiftung Bildung und Michael Wichmann, Vorsitzender des Landesverbandes der Kita- und Schulfördervereine Schleswig-Holstein (LVFV), die in die Förderung und Unterstützung des Projektes involviert sind. Seit 2016 ist die Stiftung Bildung Programmträgerin des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das Programm wurde angesichts der großen Fluchtbewegung und der Hilfsbereitschaft vieler Engagierter als niedrigschwelliges und unbürokratisches Förderangebot aufgelegt und ist seit der Erweiterung 2018 zu Chancenpatenschaften nun offen für alle Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Lebensherausforderungen. Gemeinsam mit Engagierten an Kitas und Schulen stärkt die Stiftung Bildung mit ihrem Programm bundesweit Teilhabe, Inklusion sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt an Schulen und Kitas. v.l.n.r. Andreas Kessel, Bruno Hönel und Michael Wichmann im Gespräch über Chancengerechtigkeit Chancenpatenschaften ermöglichen Integration und Teilhabe Bruno Hönel, MdB dazu: „Im Projekt „KidZCare“ sind Fördermittel deshalb so gut angelegt, weil sie direkt den Alltag der Kinder- und Jugendlichen aufgreifen. So entsteht durch völlig natürliche Begegnungen im Alltag eine Patenschaft, die neben besseren Teilhabechancen auf lange Sicht zu mehr Bildungsgerechtigkeit führt. Manchen Kindern und Jugendlichen – insbesondere geflüchteten – fehlen Bezugspersonen, von denen sie im Alltag oder auf ihrem Bildungsweg Unterstützung bekommen können. Über zwischenmenschlichen Kontakt bei ganz alltäglichen Dingen können Chancenpatenschaften diese Lücke schließen. Das gelingt in diesem Projekt beeindruckend.“ „Einmal wöchentlich findet im Rahmen von „KidZCare“ im Kinder- und Jugendkulturhaus Röhre unser Treffen statt“, berichtet Kirsten Schneier, die das Patenschaftsprojekt leitet. „Hier treffen sich gleichaltrige Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren mit unterschiedlichen Teilhabechancen, arbeiten zusammen für die Schule, lernen voneinander und verbringen gemeinsam ihre Freizeit. Oft wird auch gemeinsam gekocht – so wie heute Nachmittag. Wir sind eine bunte Mischung aus Schülerinnen und Schülern mehrerer Lübecker Schulen, ehrenamtliche Helfer*innen und ein Organisationsteam.“ Kirsten Schneier, Initiatorin und Projektleiterin von KidZCare Die Schülerinnen des Mädchentreffs bereiteten in der Küche des Kulturhauses mit Expertise Pizza und Falafel für den besonderen Gast vor. Unbürokratische Unterstützung von Engagierten KidZCare ist 2015 in Lübeck aus ehrenamtlicher Initiative und aus dem Wunsch heraus entstanden, die aufgrund der Flüchtlingsbewegung vielen neu in Lübeck angekommenen Kinder und Jugendliche mit Gleichaltrigen in Kontakt zu bringen. Das Einleben wurde so vielen von ihnen erleichtert. Neben dem wöchentlichen Treffen im Kinder- und Jugendkulturhaus „Röhre“ erhalten Schüler*innen in den „Deutsch als Fremdsprache (DaZ)“-Klassen von ihren Pat*innen im Alltag Unterstützung im Unterricht und bei den Hausaufgaben. Auch gemeinsame Freizeitaktivitäten gehören dazu. Andreas Kessel von der Stiftung Bildung: „Dieser Termin in Lübeck war uns deshalb so wichtig, weil bei den aktuellen Krisen das Thema Integration und Teilhabe weit in den Hintergrund gerückt scheint. Und doch kommen täglich Kinder- und Jugendliche aus der Ukraine und anderen Krisengebieten in Schleswig-Holstein an. Wir fördern deshalb bewusst Chancenpatenschaften, um ihnen den Einstieg in den neuen Alltag zu erleichtern.“

       


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