„Immer wieder entwickeln wir in der Theorie den Begriff Nachhaltigkeit weiter durch Themen wie „vegetarisch essen“, „Holz als nachwachsender Rohstoff“ oder „fairer Handel mit Baumwolle.“
Im TextilSalon entstehen aus alten Materialien neue Lieblingsstücke: Abschminkpads aus Handtüchern, gewebte Badteppiche, Applikationen auf kaputter Kleidung oder kreative Spiele aus Stoffresten und Kronkorken. Die Schüler*innenfirma ist Teil eines nachhaltigen Schulkonzepts, das bereits seit über zehn Jahren besteht – und zeigt eindrucksvoll, wie praktische Gestaltung, Teamarbeit und ökologische Verantwortung miteinander verbunden werden können.
Im TextilSalon arbeiten Jugendliche aus drei verschiedenen Klassen zusammen – darunter auch Schüler*innen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Gemeinsam entwickeln sie Ideen, nehmen Aufträge aus der Schulgemeinschaft an und setzen sie in kleinen Werkaufträgen um. Dabei steht nachhaltiges Denken im Mittelpunkt: Kleidung wird repariert statt weggeworfen, aus alten Jeans entstehen neue Produkte, und Werbebanner finden ein zweites Leben als Accessoire.
Der TextilSalon ist eingebettet in ein starkes Netzwerk schulischer Schüler*innenfirmen, die sich gegenseitig unterstützen und voneinander lernen. So wird z. B. im Schulgarten der Kompost von der Gruppe HändeWerk betrieben, das Schulcafé Café Eschke nutzt die Kräuter und bringt Küchenabfälle zurück in den Kreislauf. Gemeinsames Ziel: Lernen mit Sinn – im echten Leben.
Auch theoretisch setzen sich die Schüler*innen mit Nachhaltigkeit auseinander, etwa zu den Themen „vegetarisch essen“, „nachwachsende Rohstoffe“ oder dem „fairen Handel mit Baumwolle“. In Workshops wurde bereits die Lieferkette einer Jeans analysiert, der „Grüne Knopf“ als Textilsiegel kritisch hinterfragt und in Zukunft sollen weitere Bildungsformate dazukommen – zum Beispiel das Herstellen von Upcycling-Produkten aus alten Werbebannern.
Nach umfangreichen Bauarbeiten an der Schule musste der TextilSalon neu eingerichtet werden. Die youstartN-Förderung der Stiftung Bildung soll jetzt helfen, wieder voll durchzustarten. Geplant ist die Anschaffung gebrauchter, gewarteter Nähmaschinen, ergonomischer Drehhocker und eines Ersatzpedals für eine defekte Maschine. Auch ein Besuch bei der „NochMall“ der BSR oder eine gezielte Suche auf Second-Hand-Plattformen ist angedacht, um den Nachhaltigkeitsgedanken weiter zu vertiefen.
Foto & Video: TextilSalon [Produkte und Produktionsbilder von TextilSalon].

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