An der Schule gab es bisher keinen Platz, an dem Pflanzen geschützt wachsen und die Kinder dies beobachten konnten.
Ein Junge begann, eine Pflanze mit Steinen einzuzäunen, und bald bauten weitere Kinder begeistert mit. Sie hatten die Idee, einen richtigen Zaun und Hochbeete zu bauen. Die Pflanze überlebte leider nicht, der Wunsch nach einem Garten blieb. Die Kinder sammelten Ideen für ihren Garten, zeichneten Entwürfe und entwickelten Baupläne für Hochbeete, Wege und Insektenhotels. Eine Freund*innenbank und ein Mini-Garten waren auch wichtig.
Spannend war die Recherche zur Umsetzung der Ideen. Im Bauhaus berieten Fachleute die Kinder und sie kauften Materialien. In der Projektwoche begannen sie mit dem Bau des Gartens, der noch weiter eingerichtet wird. Die Pflanzen wurden bei der Schüler*innenfirma „Das grüne Kollektiv” gekauft. Die Kinder wählten Kräuter und Gemüse aus, die sie später ernten und für ein gemeinsames Mittagessen bereits verwenden konnten. Einige Arbeiten waren schwieriger als gedacht. Die Kinder lernten, bei Problemen Lösungen zu finden.
26 Kinder aus zwei vierten Klassen nahmen am Projekt teil. Besonders schön war, dass mehrere Kinder mit Förderbedarf oder geringem Selbstwertgefühl dabei waren. Ein Junge, der zuvor aus Angst andere ablehnte, baute ein Hochbeet mit seinem neuen besten Freund. Das stärkte sein Selbstwertgefühl. Einige Kinder trauten sich das Bohren mit der großen Bohrmaschine zunächst nicht zu, insbesondere ein Mädchen. Ihre Tandempartnerin ermutigte sie mit den Worten, dass natürlich auch Mädchen das könnten.
Besonders schön war die Rückmeldung der Kinder: Sie lernten ihre Mitschüler*innen auf andere Art kennen und waren beeindruckt, was sie gemeinsam mit anderen Kindern geschaffen hatten.
Infobox
Schulform / Kita /
Kindergarten:
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Unterstützt durch:
Anzahl der Kinder und Jugendlichen im Projekt:
Alter der Kinder und Jugendlichen im Projekt (Altersspanne):
"Da wächst ja eine Paprika!"
Der Förderpreis „Verein(t) für gute Kita und Schule“ zeichnet deutschlandweit erfolgreiche Projekte von Kita- und Schulfördervereinen aus. Ziel ist es, in Kitas und Schulen wirksame Projekte zu entdecken, zu fördern und zu verbreiten. „Spicken und Nachahmen sind ausdrücklich erwünscht!“, so der Wunsch der spendenfinanzierten Stiftung Bildung. Sie arbeitet dabei bundesweit eng mit den Verbänden der Kita- und Schulfördervereine zusammen.
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