Kinderschutz im digitalen Raum

Kinder und Jugendliche sicher, kritisch und selbstbestimmt im Netz stärken

Der Förderverein ermöglicht für die Klassen 5 bis 7 jeweils zweistündige Trainings zu den Themen „Risiko Social Media“ und „Cyber-Grooming“. Durchgeführt werden diese von Polizist*innen, die in ihrer täglichen Arbeit mit Internetkriminalität, digitaler Gewalt und Cybergrooming-Fällen befasst sind.

Die Schüler*innen erfahren, mit welchen Strategien Täter*innen im Netz vorgehen, wie sie Informationen in sozialen Medien kritisch bewerten können und woran sich unrealistische Schönheitsideale oder inszenierte Lebenswelten erkennen lassen. Darüber hinaus lernen sie, wie sie sich vor Übergriffen im Internet schützen und verantwortungsvoll mit digitalen Medien umgehen können.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Auswirkungen übermäßiger Mediennutzung. Thematisiert werden unter anderem mögliche Folgen für das Lernverhalten, das Wohlbefinden und soziale Beziehungen außerhalb der digitalen Welt. Die Kinder setzen sich außerdem damit auseinander, wie Plattformen und Algorithmen darauf ausgerichtet sind, Aufmerksamkeit möglichst lange zu binden.

Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Medienbildung und stärkt die Fähigkeit junger Menschen, sich sicher, kritisch und selbstbestimmt in digitalen Räumen zu bewegen. Die Trainings sollen dauerhaft für die Jahrgänge 5 bis 7 angeboten werden. Zusätzliche finanzielle Unterstützung würde es ermöglichen, das Angebot auch auf ältere Klassen auszuweiten.

Das Projekt ist Teil des Kinderschutzkonzepts der Schule und begleitet sie auf ihrem Weg zur handyfreien Schule. Ergänzend wurde eine Steuerungsgruppe Medienbildung aus Schulleitung, Lehrkräften und Erziehungsverantwortlichen gegründet, die Maßnahmen zur Sensibilisierung und Aufklärung der Schulgemeinschaft koordiniert.

Infobox

Schulform / Kita /
Kindergarten:

Gymnasium

Bundesland:

Brandenburg

Unterstützt durch:

Der Schulförderverein ist verantwortlich für die Koordination und die Durchführung des Projekts.

Anzahl der Kinder und Jugendlichen im Projekt:

175

Alter der Kinder und Jugendlichen im Projekt (Altersspanne):

Schüler*innen zwischen 10 und 14 Jahren

"Ich dachte, das wären nur Geschichten, und jetzt wo ein Polizist das erzählt, nehme ich es ernst."

Der Förderpreis „Verein(t) für gute Kita und Schule“ zeichnet deutschlandweit erfolgreiche Projekte von Kita- und Schulfördervereinen aus. Ziel ist es, in Kitas und Schulen wirksame Projekte zu entdecken, zu fördern und zu verbreiten. „Spicken und Nachahmen sind ausdrücklich erwünscht!“, so der Wunsch der spendenfinanzierten Stiftung Bildung. Sie arbeitet dabei bundesweit eng mit den Verbänden der Kita- und Schulfördervereine zusammen.

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