Seit drei Jahren entwickelt die AG „Gegen das Vergessen“ eine multimediale Ausstellung zur Zeit des Nationalsozialismus. 2026 trägt sie den Titel „Täter*innen, Opfer und Menschen dazwischen – Personen vor Ort zur Zeit des Nationalsozialismus“. Auf Grundlage von Originalquellen aus dem Stadtarchiv recherchieren die Jugendlichen, bereiten Inhalte zielgruppengerecht auf und veröffentlichen sie analog auf Plakaten sowie digital über QR-Codes mit vertiefenden Informationen.
Im Mittelpunkt stehen Medien- und Quellenkritik als wichtiger Schutz vor Desinformation und Geschichtsrevisionismus. Die Jugendlichen prüfen Belege, ordnen Perspektiven ein und kennzeichnen Quellen und Urheberrechte transparent. Dabei arbeiten sie mit Archivdokumenten, Fotografien, Presseartikeln und Plakaten.
Besonderen Wert legt die AG auf verständliche und barrierearme Zugänge. Klare Sprache, alternative Bildtexte und digitale Vertiefungen ermöglichen es, unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Kollaboratives Schreiben, digitales Redigieren und QR-gestützte Wissensvermittlung verbinden analoges Erleben mit digitalen Lernmöglichkeiten.
Öffentliche Präsentationen und Gesprächsformate machen die Ergebnisse und Perspektiven der Jugendlichen sichtbar. Die AG-Mitglieder verschiedener Jahrgangsstufen übernehmen Recherche, Redaktion, Gestaltung und Vermittlung eigenständig. Unterstützt werden sie dabei vom Stadtarchiv und einer Gedenkstätte als fachliche Partner*innen.
Bislang sind rund 150 Stunden ehrenamtlicher Arbeit in das Projekt geflossen. So verbindet die Ausstellung historisches Lernen, digitale Kompetenzen und gesellschaftliches Engagement und stärkt eine aktive, zeitgemäße Erinnerungskultur.
Infobox
Schulform / Kita /
Kindergarten:
Bundesland:
Unterstützt durch:
Anzahl der Kinder und Jugendlichen im Projekt:
Alter der Kinder und Jugendlichen im Projekt (Altersspanne):
"Jeder Mensch hat das Recht, so zu leben, wie er es kann und sich wünscht."
Der Förderpreis „Verein(t) für gute Kita und Schule“ zeichnet deutschlandweit erfolgreiche Projekte von Kita- und Schulfördervereinen aus. Ziel ist es, in Kitas und Schulen wirksame Projekte zu entdecken, zu fördern und zu verbreiten. „Spicken und Nachahmen sind ausdrücklich erwünscht!“, so der Wunsch der spendenfinanzierten Stiftung Bildung. Sie arbeitet dabei bundesweit eng mit den Verbänden der Kita- und Schulfördervereine zusammen.
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