Schüfi-Day auf dem Biohof Kepos

vom Acker auf den Tisch

Gemeinsam mit dem Biohof Kepos und den Lehrkräften der Exin-Schüfi aus Zehdenick haben wir acht engagierten Schüler*innen einen besonderen Lernort eröffnet: ökologische Landwirtschaft dort zu erleben, wo sie entsteht – auf dem Feld, im Gewächshaus und direkt am Kochtopf. Der Schüfi-Day bot den Jugendlichen die Chance, Nachhaltigkeit, Lebensmittelproduktion und berufliche Möglichkeiten im grünen Sektor aus nächster Nähe zu entdecken.

Ziel des Schüfi-Days:

Der Schüfi-Day verbindet engagierte Schüler*innen aus Schüler*innenfirmen mit realen Betrieben. Während sie in ihrer Schüfi bereits unternehmerisches Denken, Verantwortung und Teamarbeit erlernen, bietet der Schüfi-Day die Möglichkeit, diese Erfahrungen in echten Arbeitsumfeldern zu vertiefen. So entsteht ein praxisnaher Austausch: Die Jugendlichen gewinnen Einblicke in verschiedene Berufsfelder und können sich gezielt orientieren, während Betriebe zugleich engagierte, selbstständige und zukunftsorientierte junge Menschen kennenlernen – potenzielle Fachkräfte von morgen.

Zu Beginn stellten die Schüler*innen ihre eigene Schüler*innenfirma (kurz: Schüfi) vor, die sich im sozialen Bereich engagiert. Dieser Einblick zeigte schnell: Die Jugendlichen bringen bereits Verantwortungsbewusstsein, Teamarbeit und unternehmerisches Denken mit – Kompetenzen, die auch in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion gefragt sind.

Hofbesitzer Frank Rumpe führte uns anschließend in sein Arbeitsfeld ein und erklärte, welche Bedeutung ökologische Landwirtschaft für Klima, Böden und die regionale Versorgung hat. Nachhaltige Lebensmittelproduktion ist also weit mehr als Ackerarbeit: Sie verbindet wirtschaftliches Denken, ökologische Verantwortung und soziale Aspekte des Miteinanders.

Im praktischen Teil lernten die Schüler*innen den Weg „vom Korn zum Brot“ kennen und erkundeten verschiedene Gemüseflächen sowie das Gewächshaus des Hofes. Es wurde sichtbar, dass die Herstellung gesunder Lebensmittel umfangreiches Fachwissen, sorgfältige Planung und viel praktische Arbeit erfordert – und dass landwirtschaftliche Berufe weit vielfältiger sind, als viele vermuten. Die Jugendlichen waren überrascht, wie unterschiedlich biologische und konventionelle Anbaumethoden funktionieren – und wie stark ökologische Betriebe zur Nachhaltigkeit beitragen.

Anschließend tauschten wir uns weiter aus und sprachen über Ausbildungswege im Bereich Landwirtschaft und Ernährung: welche Berufe und Perspektiven gibt es eigentlich? Für viele Schüler*innen war es ein Aha-Moment zu erkennen, dass nachhaltige Landwirtschaft ein spannendes Berufsfeld mit großer gesellschaftlicher Bedeutung ist.

Gemeinsam kochten wir später eine Suppe, mit Gemüse direkt vom Feld – ein schöner Abschluss, der den Jugendlichen Raum gab, ihre Erlebnisse zu besprechen. Besonders das Brotbacken, die Nähe zu den Tieren und das Erleben, wie eng Nachhaltigkeit, Beruf und Alltag auf einem Hof zusammenhängen beeindruckte die Jugendlichen.

Der Schüfi-Day auf dem Biohof Kepos zeigte, wie wirkungsvoll praxisnahe Berufsorientierung sein kann: Schüler*innenfirmen treffen auf echte Betriebe, entdecken neue berufliche Möglichkeiten und erleben Nachhaltigkeit nicht nur als Unterrichtsthema, sondern als lebendigen Arbeitsalltag.

Foto: Stiftung Bildung [Schüfi-Day auf dem Biohof Kepos].
kepos

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